Archive for November, 2014

Mitarbeiterin der Forschungsgruppe erhielt DAAD-Preis

November 26th, 2014

Die Mitarbeiterin Secil Senel-Kleine der Forschungsgruppe für Netzwerksicherheit, Informationssicherheit und Datenschutz ist vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) mit dem Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender der Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS) ausgzeichnet worden. Die Preisverleihung fand am 26. November 2014 im Rahmen des International Day statt. Die aus der Türkei stammende Studentin des Master-Studiengangs High Integrity Systems wird für sehr gute Studienleistungen in Verbindung mit ihrem außergewöhnlichen gesellschaftlichen und interkulturellen Engagement ausgezeichnet. Sie arbeitet als Wissenschaftlerin im INSAIN-Projekt und engagiert sich in ihrer Freizeit in einer Theatergruppe, die Stücke auf Türkisch mit deutschen Übertiteln inszeniert.

Die Preisträgerin fällt in dem englischsprachigen Studiengang durch ihre sehr guten Leistungen auf. Seit Anfang 2014 ist sie zudem als Wissenschaftlerin mit halber Stelle in der Forschungsgruppe für Netzwerksicherheit, Informationssicherheit und Datenschutz beschäftgt. “Hier arbeitet sie mit hohem Engagement und bringt eigene Ideen in die Forschung ein“, erklärt Vizepräsident Prof. Dr. Ulrich Schrader, der die Ehrung vornimmt. „Neben ihrem Fachstudium setzt sich Secil Senel-Kleine aktiv für Integration ein und ist somit eine würdige Vertreterin dieses Preises. Ihr Engagement spiegelt die internationale Ausrichtung und das Wirken unserer Hochschschule als Integrationsmotor wider.“

Secil Senel-Kleine arbeitet im Projekt „Institutional Network and Service Provider Anomaly INspection“ (INSAIN), das die FRA-UAS zusammen mit mehr als zehn anderen akademischen und industriellen Partnern durchführt. Hintergrund des Forschungsprojekts ist, dass IT-Systeme von Unternehmen und Dienste von Internetanbietern zunehmend über Computernetzwerke miteinander verknüpft sind. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Netzwerkangriffe trotz Einsatz aktueller Schutzsysteme zu. Betroffenen Unternehmen droht dadurch enormer wirtschaftlicher Schaden. „INSAIN“ untersucht und entwickelt deshalb neue Methoden, um Schadsoftware effizienter und datenschutzfreundlicher zu erkennen. Das Projekt wird unter anderem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Secil Senel-Kleine ist Gründungsmitglied und Schauspielerin in der türkischen Theatergruppe „Das 10. Dorf Theater“. Die ehrenamtlich agierende Gruppe verfolgt mit ihren Aufführungen das Ziel, die beiden Kulturen über Theaterstücke einander näherzubringen. Das aktuelle Projekt der Gruppe ist eine türkischsprachige Version des Theaterstückes „Tartuffe“ des französischen Dramatikers Moliére, die mit deutschen Übertiteln gezeigt wird.

Prof. Kappes erhielt Innovationspreis des Fördervereins

November 18th, 2014

Prof. Dr. Martin KappesAn der Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS) verlieh deren Förderverein seinen Innovationspreis am 18. November 2014 an Prof. Dr. Martin Kappes, Professor für Informatik am Fachbereich Informatik und Ingenieurwissenschaften. Kappes erhält den Preis für besondere Leistungen in Forschung und Transfer im Bereich IT-Sicherheit. Der seit 1999 ausgelobte Preis wurde zum 30. Mal vergeben.

Den Festvortrag zum Thema der „IT-Sicherheit in kleinen und mittleren Unternehmen“ hielt Dr. Rainer Waldschmidt, Geschäftsführer der Hessen Trade & Invest GmbH. Darin wies er auf die Bedeutung der IT-Branche für die hessische Wirtschaft sowie auf die Entwicklung von Lösungen für mehr Sicherheit und Vertrauen in Informations- und Kommunikationstechnologien hin.

Kappes‘ Arbeitsschwerpunkt ist IT-Sicherheit, speziell Netzwerk- und Systemsicherheit, Sicherheitsorganisation, -bewertung und -management sowie die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit komplexer Systeme. Neun Forschungs-, Entwicklungs- und Transferprojekte mit einem Gesamtvolumen von rund 1,84 Millionen Euro führte Kappes seit 2006 durch. Sie spiegeln die forschungsstarke Ausrichtung seines Wirkens an der und für die Frankfurt University of Applied Sciences wider. Die Projekte werden großteils durch Förderprogramme des Bundes und des Landes finanziert. Zudem ist Kappes regelmäßig mit einem Exponat zum Thema Informationssicherheit auf der Messe CeBIT vertreten.

Der Vorsitzende des Fördervereins, Wolfgang Janke, hebt hervor: „Vor seinem Ruf an die Frankfurt University of Applied Sciences forschte Kappes in den Entwicklungszentren führender Industrieunternehmen zu Netzwerk- und Sicherheitstechnologien der nächsten und übernächsten Generation. Er kennt somit die Ansprüche und Bedürfnisse von Unternehmen, berät sie in Fragen der IT-Sicherheit und des IT-Sicherheitsmanagements und macht ihnen maßgeschneiderte Schulungs- und Weiterbildungsangebote. Das zeichnet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einer praxisorientierten (Fach-)Hochschule aus.“ Neben dem Aspekt des Transfers sei auch die internationale Ausrichtung ein wichtiges Kriterium für die Jury des Preises gewesen. Kappes baute für den Studiengang Informatik enge Beziehungen zur Universität Cádiz/Spanien auf. Er betreut kooperativ promovierende Studierende der FRA-UAS, die in Cádiz promovieren, und gestaltet die Erweiterung dieser Kooperationsvereinbarung mit der Universität Cádiz.

Hochschul-Präsident Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich betont: „Das Wirken von Martin Kappes ist sowohl für die Hochschule insgesamt als auch für die Studierenden und Kooperationspartner des Fachbereichs gleichermaßen von großer Bedeutung. Er engagiert sich – neben den Forschungsaktivtäten – auch intensiv in den Gremien der Hochschule.“ Kappes trage als IT-Sicherheitsbeauftragter der Hochschule maßgeblich zur Gewährleistung von hohen Sicherheits- und Datenschutzstands im IT-Bereich bei.